Unser Aufenthalt im Adlon Kempinski Berlin war leider weit entfernt von dem, was man von einem Haus dieser Kategorie erwarten würde.
Bereits beim Check-in begann das Chaos. Die Rezeption war völlig überlaufen, es dauerte ewig, bis wir an der Reihe waren. Nach einer langen Wartezeit erklärte uns die Mitarbeiterin, unser Zimmer sei „sehr schön“ und im zweiten Stock gelegen. Wir fragten wie immer und überall, ob es eventuell ein schöneres Zimmer oder ein Upgrade gäbe. Sie sagte: „Ein Upgrade gibt es nicht, aber ich kann Sie in den vierten Stock verlegen.“ Das dieses Zimmer allerdings in einem abgelegenen Teil des Hotels lag, weit entfernt von den Hauptbereichen, dunkel und isoliert wirkte, erwähnte sie nicht. Von Adlon-Atmosphäre war dort nichts zu spüren – man fühlte sich fast wie in einem Nebengebäude.
Dazu mussten wir fast eine Stunde auf unser Gepäck warten und zweimal anrufen. Der Concierge erklärte später, dass er die Koffer mit denen anderer Gäste verwechselt hatte. Standen unsere Sachen dann also zeitweise in einem fremden Zimmer? Da hätte also theoretisch jemand einfach etwas aus den Taschen entnehmen können – ein absolutes No-Go in einem Luxushotel.
Am nächsten Tag baten wir um einen Zimmerwechsel, weil wir uns in diesem abgelegenen Trakt überhaupt nicht wohlgefühlt haben. Wir erhielten schließlich ein helleres Zimmer mit Balkon – allerdings nur gegen einen Aufpreis von 80 € pro Nacht, obwohl wir davon ausgingen, genau diese Kategorie ursprünglich gebucht zu haben.